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Gebirgsjäger-Skitour

Die Gebirgsjäger-Skitour, eine der spektakulärsten Skitouren in den Dolomiten, ist auch als Skitour des Ersten Weltkrieges bekannt. Sie verdankt ihren Namen der  Route, die an der Front des Dolomitenkriegs entlangführt und die Spuren der Kämpfe  zwischen dem Königreich Italien und der österreichisch-ungarische Monarchie zeigt.

Im Winter kann man diese ca. 80 km lange Tour an einem Tag absolvieren: der Skibus, Pisten und Anlagen bilden einen Ring, der am Giau-Pass, am Falzarego-Pass, am Abteital, an Arabba und Alleghe vorbeiführt und rundum den Col di Lana, Symbolberg des 1. Weltkriegs, verläuft. Es ist eine ganz besondere Route, die sich an den Füßen der berühmtesten Dolomitengipfel entlang schlängelt.

An keinem Ort verdichtet sich die Geschichte so sehr wie im Gebiet Lagazuoi - 5 Torri, wo sich die Freilichtmuseen des Ersten Weltkriegs befinden. 

Bei den 5 Torri (Fünf Türmen) kann man die italienischen Schützenstellungen besichtigen. Von den Terrassen der Hütten hat man eine herrliche Sicht über den Col di Lana, die Tofana di Rozes, den Castelletto und den Col dei Bos.

Vom Falzarego-Pass fährt man mit der Seilbahn zum Lagazuoi hinauf, mit knapp 2800 m der höchste Punkt der Skitour. Von der Kabine der Seilbahn aus kann man die Schießscharten der italienischen Minenstollen und die Festung Tre Sassi auf der Straße zum Valparola-Pass sehen.  
Die österreichische Stellung Feldwache 4 auf dem Kleinen Lagazuoi ist die einzige Stellung der vordersten Frontlinie, die man auf Skiern erreichen kann, indem man direkt nach der Abfahrt von der Bergstation der Seilbahn gleich rechts abbiegt. Sie wurde in den Bergkamm gegraben, den die Italiener Muraglia Rocciosa nannten, eine Felswand, die von den österreichisch-ungarischen Soldaten zur Verteidigung der Lagazuoi-Scharte befestigt wurde. Diese Stellung besteht aus einem  Tunnel mit zwei gepanzerten Stellungen für Maschinengewehre und zwei Beobachtungs-Scharten in Richtung Col dei Bos und Castelletto. Heute steht hier eine Reproduktion des Maschinengewehrs Schwarzlose. Auf dem Westhang des Bergkamms sieht man die Nischen, die in den Felsen gegraben wurden, um die österreichisch-ungarischen Kasernen unterzubringen.

Dann fährt man auf der Armentarola Piste hinab durch einen der schönsten Landstriche der Dolomiten. Unten angekommen lässt man sich von einem Pferdeschlepper bis zu den Pisten des Gadertals ziehen, wo man die Route in Richtung Arabba, Padon und Marmolada fortsetzt.

PANORAMA-KARTE der Gebirgsjäger-Skitour

EINSTIEGSMÖGLICHKEITEN 

Vom Falzarego-Pass zu den 5 Torri
Fährt man die Tour im Uhrzeigersinn vom Falzarego-Pass, gelangt man zu den Pisten von 5 Torri. Von hier erreicht man mit der modernen Vierer-Sesselbahn zunächst die Scoiattoli Hütte und anschließend, mit der zweiten Bergbahn, das Bergjoch Averau. 
Dann fährt man die Fedare-Piste bis zum gleichnamigen Rifugio hinunter, wo ein kostenpflichtiger Shuttleservice die Verbindung mit Pescul, Civetta und die Weiterführung der Tour ermöglicht. 

Vom Gadertal aus
Man kann sich von Alta Badia mit einem Taxi-Bus-Service, der am Hotel Armentola abfährt, zum Falzarego-Pass fahren lassen (gegen Entgelt). Am Pass angekommen, erreicht man mit der Seilbahn den Gipfel des Lagazuoi. Von hier aus fährt man die Piste „Lagazuoi“ hinab, erreicht den Sessellift von Col Gallina und schließlich den Sessellift 5 Torri und setzt so die Rundtour zum Giau-Pass fort.

Von der Civetta aus 
Das Gebiet der 5 Torri kann entgegen dem Uhrzeigersinn mit dem kostenpflichtigen Shuttlebus erreicht werden, der von Pescul im Skigebiet Civetta abfährt. Mit dem Fedare-Sessellift erreicht man das Bergjoch Averau, fährt auf der Fedare-Abfahrt hinunter, biegt rechts ab und fährt zum Croda Negra-Sessellift, der zu einer kleinen Gabelung führt, wo die Abfahrt auf der Piste Croda Negra beginnt. Diese schöne  Panoramapiste führt zuerst nach Col Gallina und dann zum Falzarego-Pass, wo man die Seilbahn Lagazuoi nimmt. Auf dem Lagazuoi kann man die Stellung FW 4 besichtigen und dann auf der Armentarola-Piste ins Gadertal hinabfahren.

STRECKENKARTE der Gebirgsjäger-Skitour

Das Gebiet ist Teil des Skikarussells Dolomiti Superski und ist, dank des guten Ski- und Linienbusservices, mit den Pisten der angrenzenden Täler verbunden. 
Für den Skibus ist der Skipass "Dolomiti Superski" erforderlich. 
Die Skibusse Pescul-Fedare, Masarè-Malga Ciapela,Taxibus und Pferdeschlittenzug sind entgeltlich.

Man sollte am frühen Morgen losfahren, um die Tour in aller Ruhe abzufahren.

ENTFERNUNGEN (einschließlich einer Stunde für das Mittagessen)

Im Uhrzeigersinn
Länge der Route: 78-100 km
auf Skiern: 25-41 km
mit Bergbahnen: 17-23 km
mit Skibussen: 36 km
erforderliche Zeit: 6.30-7.30 Std. 

Gegen den Uhrzeigersinn
Länge der Route: 84,5-99 km
auf Skiern: 34,5-43 km
mit Bergbahnen: 20-26 km
mit Pferdezug: 1,5 km
mit Skibussen: 28,5 km
erforderliche Zeit: 7-8 Std.